Digitales Erbe: Wie gibt man Daten an Hinterbliebene weiter?

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martinmvn

Mitglied
Was mich interessiert, ist ein Passwort-Manager, der alle aktuellen Windows-Browser (Edge, Chrome, Firefox, etc.) und gleichzeitig auch die aktuellen Browser der Android- und IOS-Betriebssysteme unterstützt.
Das wäre ein sehr hilfreicher PC-Tipp Artikel.
 

Detektei Schütt

Neues Mitglied
Wichtiger Artikel denn je!

Für mich ein sehr wichtiger und auch dringlicher Artikel.

Das digitale Erbe ist bei uns 50jährigen noch nicht so weit verbreitet und aufgenommen worden, wie es sein sollte. Die jüngere Generation ist da schon sehr viel weiter.

Wie der der Autor schon sagt, mistet er regelmäßig aus und benötigt ein Managementprogramm um der Datenflut an Passwörtern und Benutzernamen überhaupt Herr zu werden. Immer mehr wird an Daten in der digitalen Welt abgewickelt und es geht mittlerweile schon nicht mehr nur um triviale Fotos und Videos, sondern um viel mehr.

Als Inhaber der detektei-schuett arbeite ich mittlerweile viel im Bereich von Erbenermittlungen und im Zuge dessen bin ich auch mit der Auswertung von digitalen Daten befasst. Viele Menschen haben Onlinekonten bei Banken, haben Aktienportfolios, die online verwaltet werden. Dann gibt es den Handel mit Kryptowährungen und auch Softwarelizenzen spielen eine Rolle.

War früher der "reale" Nachlass relativ einfach gefasst und fand ich dort Spuren zu möglichen Erben, hat der digitale Nachlass eine ähnliche Größe angenommen, bildlich gesprochen, als würde es um eine Wohnungsauflösung in einem 4 Zimmer Appartment gehen. Die Angehörigen, die auch das digitale Erbe erben, müssen sich darüber Klarheit verschaffen aber wie soll das gehen, wenn nicht schon zu Lebzeiten in dieser Hinsicht Vorsorge getroffen wurde?

Entweder ganz banal durch ein Buch mit niedergeschriebenen Informationen oder digital mit einem Aufbewahrungs USB Stick für Passwörter von zum Beispiel der Firma Fimberger in München.

Ich kann mittlerweile nicht mehr zählen, wieviele digitale Spuren mir die Suche nach Erben erleichtert haben, wenn ich nicht mit dem Münchener Kooperationspartner zusammen gearbeitet hätte. Es ist wichtig sich darum zu kümmern, denn nicht nur der "reale" Nachlass will aufgelöst werden, sondern mittlerweile auch der digitale und alle die nach dem Jahr 2000 geboren sind, wird es demnächst zur Pflicht werden müssen.

Stichwort Digital Natives!

[Mod-Edit: SEO-/Werbelink entlinkt]
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

haf

Stammgast
Lockwise von Firefox

Vor Erscheinen dieses Artikels habe ich mich dem Schlüsselmanager Lockwise von Firefox zugewandt, da letzterer mein Standardbrowser ist. Er ist neu und es gibt da noch Luft nach oben, aber die Grundfunktionen sind vorhanden. Er ist gratis. Es bleibt abzuwarten, wie die Entwcklung weiter geht. Mir fehlt z.B. eine Notizfunktion zum Eintrag.
Euer haf
 

fbu

Mitglied
Bild 4: Dashlane bietet einige interessante Funktionen, um schwache Kennwörter automatisch auszutauschen.

Und genau DAS funktioniert in der Schweiz nicht.
Habe Dashlane ausprobiert, genau wegen dieser Austausch-Funktion. Hatte aber nicht funktioniert.
Und von "Dashlane" habe ich schriftlich erhalten, dass die Austausch-Funktuion in der Schweiz nicht funktioniert.

Habe mittlerweilen "Lastpass", funktioniert bestens. Vorallem die automatische Einsetz-Funktion auf den jeweiligen Homepages ist top.
 

wändi

Stammgast
Bezüglich Vererbung: Es gibt eine einfache Methode (intakte Familienverhältnisse vorausgesetzt): Das Masterpasswort des Passwortmanagers an den Partner/Partnerin und/oder an die erwachsenen Kinder weitergeben
 

karnickel

Stammgast
@wändi Und bei weniger intaktem... einfach in einem Briefumschlag versiegelt an einem (oder in Kopie an mehreren), sicheren, gemeinsam bekannten Ort aufbewahren und gelegentlich prüfen, ob alles noch verschlossen ist. ;)
 

Peter Mathis

Neues Mitglied
Diese Option unter PDF-Optionen unter Windows / Microsoft Office 2013 gibt es bei mir nicht. Geht das nur bei neueren Office - Versionen?
 

miramunt

Mitglied
Bezüglich Vererbung: Es gibt eine einfache Methode (intakte Familienverhältnisse vorausgesetzt): Das Masterpasswort des Passwortmanagers an den Partner/Partnerin und/oder an die erwachsenen Kinder weitergeben
Noch sicherer: das Masterpasswort (und andere benötigte Angaben) in ein geschlossenes Couvert und dies zusammen mit dem Testament hinterlegen - dann kommt es ganz sicher nicht abhanden.
 

Klaus Zellweger

Redaktion PCtipp
Teammitglied
Noch sicherer: das Masterpasswort (und andere benötigte Angaben) in ein geschlossenes Couvert und dies zusammen mit dem Testament hinterlegen - dann kommt es ganz sicher nicht abhanden.
Zu kompliziert, denn auch Master-Kennwörter können sich ändern. Das verschlüsselte PDF ist definitiv einfacher in der Handhabung, statt das Master-Kennwort zu einem Bestandteil des Testaments zu machen.

Zu den “anderen benötigte Angaben”: Die lassen sich natürlich ebenfalls in einem fähigen Kennwort-Manager ablegen, auch ganze Romane, wenn es sein muss. Die werden einfach mit verschlüsselt.

Allerdings muss zwischen Dokumenten unterschieden werden, die rechtlichen oder nur informativen Charakter haben. Konto-Informationen, Kennwörter, Hinweise auf vergrabenes Gold und ähnliches sind in einem Kennwort-Manager oder einem verschlüsselten PDF gut aufgehoben. Ein Vorsorgeauftrag muss hingegen von Hand geschrieben oder als Original notariell beglaubigt werden. Ein verschlüsseltes PDF ist in diesem Fall wertlos, weil es sich um eine nicht zulässige Kopie handelt.
 

miramunt

Mitglied
Wer sagt denn, das sei ein Teil des Testaments? Man kann problemlos mit dem Testament ein separates Couvert hinterlegen. Und ein Testament sollte eh alle paar Jahre auf seine Aktualität überprüft werden. Dabei kann man dann auch gleich dieses Couvert -falls nötig- austauschen.
 

Schlummi

Mitglied
Ich glaube das Wichtigste wäre es das Thema in der Familie überhaupt Mal anzusprechen. Denn ohne Besprechung will man sich am Ende nicht auch noch um das digitale Erbe kümmern.
Das zentral gesicherte Passwortfile wie bei Keepass ist ein einfacher Ansatz, der für nahezu jedes Betriebssystem existiert.
Deutlich komplizierter kann man es haben, wenn man innerhalb einer Familie ein System mit privaten und geteilten Passwörtern haben möchte. Zum Beispiel hat jeder sein eigenes Mail-Passwort aber das Ebanking Passwort soll für beide Eheleute einsehbar sein.
 
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