Mac-Support: null Ahnung von Malware

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Das mal zum Thema Sicherheit... Wer sich zu sehr in Sicherheit wiegt bekommt nachher böse überraschungen... ja, die Zeiten des scheinbar sicheren Mac sind vorbei... auch hier wird es in Zukunft immer mehr Viren, Malware, etc. geben...

Mich nimmt aber noch wunder, über welche Gefahren und Fehler, die leute vom support immernoch nichts wissen...
 

gentux

Stammgast
ja, die Zeiten des scheinbar sicheren Mac sind vorbei... auch hier wird es in Zukunft immer mehr Viren, Malware, etc. geben....

sehe ich anders. Wer das Admin-Passwort ohne darüber nachzudenken eingibt ist selbst schuld! Ein System fragt nicht einfach danach, da muss man stutzig werden!

Gefahren durch Social Engineering kann kein System verhindern aber durch die strikte Abwärtsinkompatibilität von Mac OS X ist es um Welten sicherer als Windows. Würde Microsoft sein OS so durchziehen wie Apple wäre das Geschrei ziemlich gross.
 
sehe ich anders. Wer das Admin-Passwort ohne darüber nachzudenken eingibt ist selbst schuld! Ein System fragt nicht einfach danach, da muss man stutzig werden!

Sag das jemandem, der den Mac einfach hat, weil er ihn hat und sich nicht intensiv mit Computerlogik auseinandersetzt, sprich ein normaler user, ohne allzu viel mehrwissen, wird da nicht von selbst draufkommen...

Und das Mac nicht mehr so sicher ist wie es früher scheinbar war, weiss man schon länger... Dass es auch scheinbar sicherer ist als Windows ist mir bewusst... Aber anders gesehen verzichtet man beim Mac quasi auf ziemlich viel, nur um die sicherheit gewährleisten zu können... beispiel andere programme... Für Mac gibt es etwa gleichviel entwickler von software wir für malware und viren... Ausserdem sind die Preise relativ hoch, obwohl man praktisch wirklich nur sehr eingeschränkt damit arbeiten kann, sofern das geld für weitere software fehlt...

Jedes system hat so seine Vorteile, aber wer das gewisse "mehr" will, der kommt nur mit Mac nicht weit...

ps: nur so zur info, windows mit bootcamp nutzen ist praktisch keine ausrede dafür unter mac trotzdem mit den meisten programmen zu arbeiten... das system wäre immernoch windows...
 

Adriano

Stammgast
Würde Microsoft sein OS so durchziehen wie Apple wäre das Geschrei ziemlich gross.

Das kann Microsoft nicht!
Mit Windows wird gearbeitet, und die Programmierer programmieren auf Windows! Auf dem Mac ist es anders... Es wird nicht auf dem OS programmiert, sondern auf Programme die auf dem OS laufen.

Diese Philosophie wirst du sehr wahrscheinlich nicht verstehen, aber es war immer so (ob es gut ist oder nicht). Diese Philosophie hat sich durchgesetzt. Deswegen programmieren praktisch alle auf Windows, die grösste OpenSource Projekte, wurden auf Windows geschrieben, nicht MacOS und nicht auf Linux, da Windows viel komfortabel ist und mehr zulässt.

Mac hatte hingegen eine andere Philosophie: "Niemand darf was auf dem OS ändern". Es ist ja gut, niemand will da etwas anderes sagen. Es bringt aber auch Nachteile! Früher konnte man keine Applikationen schreiben, Heute kann man mit viel mühe ein Treiber schreiben. Mac war so sicher, dass nicht ein mal ein Update möglich war! Beim Update musste man Mac wechseln (nochmals 3000Fr). Heute versucht Apple die Philosophie von Microsoft zu kopieren. Also, unsicheres OS, aber viel flexibler.

PS: Paypal rät sogar die Mac-User ab, um die Seite zu benutzen! http://www.infoweek.ch/news/nw_single.cfm?news_ID=17680&sid=0
 
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gentux

Stammgast
Ich kann dich Adriano nicht verstehen. Wie meinst du das? Auch auf Windows arbeitet man mit IDEs und Kompiler unter Linux und OS X genauso. OS X ist eigentlich eine gute Basis zum Programmieren, die APIs sind gut implementiert man kann davon ausgehen, dass alle Cocoa, Carbon und Java Programme auf jedem System läuft. Die Portiereung von Linux-Programmen ist dank X11 auch einfach zu realisieren, wobei das natürlich nicht so schön ist, wie unter Java, Carbon oder Cocoa.

Falls du Berechtigungen am System meinst, könnte ich dir Recht geben, man muss sich unter Windows nicht überlegen wie man Berechtigungen setzt oder nicht, da man unter Windows sich gewöhnt ist als Admin zu arbeiten. Aber das ist im Grunde eine ganz falsche Einstellung.

Zu der Software-Auswahl finde ich, dass es abgesehen von Games für OS X eigentlich in vielen Kategorien Software gibt, meine Erfahrung zeigt mir, dass die OS X Programme eher Klasse als Masse sind. Natürlich sind Spezialprogramme nicht portiert und auch in einigen Gebieten wie CAD findet man weniger Software aber alles in Allem gibt es reichlich Software.

Ausserdem bewegen wir uns immer wie weiter weg von lokaler Software zu Internetbasierten Diensten und auch Microsoft Office wird wohl irgendeinmal online angeboten.
 

Adriano

Stammgast
Ich kann dich Adriano nicht verstehen. Wie meinst du das? Auch auf Windows arbeitet man mit IDEs und Kompiler unter Linux und OS X genauso. OS X ist eigentlich eine gute Basis zum Programmieren, die APIs sind gut implementiert man kann davon ausgehen, dass alle Cocoa, Carbon und Java Programme auf jedem System läuft. Die Portiereung von Linux-Programmen ist dank X11 auch einfach zu realisieren, wobei das natürlich nicht so schön ist, wie unter Java, Carbon oder Cocoa.

Ich meinte auch nicht OS X (oder 10.5).
Ich meinte die OS die Apple Jahrelang entwickelte. Mit OS-Leopard hat Apple das Betriebssystem Richtung Windows gebracht, mit nutzbare APIs.

Auf Windows kannst du mit Visual C++ Programme erstellen, die mit Apple auch in 20 Jahre nicht erstellen kannst!
Java, Cocoa, Python programmieren ist ja gut und schön... Schade, dass man mit solche Programmiersprachen nur spielen kann. Etwas ernstes programmieren ist damit nicht möglich.
Verstehst du mich immer noch nicht? Nimm z.B. Crysis, so ein Spiel wirst du niemals in Java programmieren können.
 

gentux

Stammgast
OK das mit OS 9 ist eine andere Geschichte, wobei ich denke, dass auch dort zu jenen Zeiten man gute Programme schreiben konnte, war die Architektur auf Windows 3.11 Niveau.

Aber warum sollen sich Spiele wie Crisis nicht auf OS X Programmieren lassen, man kann ja ganz gut C++ Programme schreiben und OpenGL gibts auch. Was fehlt ist dort die richtige Hardware, Macs haben schlechtere Grafikkarten und solche für andere Aufgaben wie Grafikberechnung und nicht für Spiele.

Das grosse Problem softwareseitig ist, dass alle auf DirectX setzen und dies von Microsoft nicht freigegeben wird. Der Grund hierfür ist, dass halt DirectX unter Windows Standard ist. Genau wie halt etwa Core und Quartz unter OS X Standard sind.

Was genau ist den nun das Problem? Du kannst doch locker ein C++ Programm schreiben wie unter Visual C++ etwa mit den XCode-Tools und dafür muss man ja nicht mal etwas bezahlen und da hat man doch alles, von einer umfangreichen Dokumentation über Beispielen und allem was man braucht.

Apple achtet sehr darauf viele Entwickler für OS X zu begeistern, weil das der Keim für jedes Betriebssystem ist.

Ich sehe auch immer mehr Software die immer für Windows, OS X und Linux zur Verfügung steht und dieser Trend scheint sich fortzusetzen. Das ganze wäre doch nicht so, wenn es unmöglich wäre gute Software für OS X zu schreiben.
 
Das grosse Problem softwareseitig ist, dass alle auf DirectX setzen und dies von Microsoft nicht freigegeben wird. Der Grund hierfür ist, dass halt DirectX unter Windows Standard ist. Genau wie halt etwa Core und Quartz unter OS X Standard sind.

Warum denkst du wird DX von MS nicht freigegeben?
Wenn MS DX freigeben würde, dann würde eben genau das passieren, was die Leute von Redmond nicht wollen... Die portierung ihrer Grafikumgebung auf andere Systeme... So verlieren sie nur potenzielle käufer... besonders zu zeiten in denen immer mehr künftige Gamer zur Welt kommen...


DX besitzt zu viele Eigenschaften, die OpenGL noch nicht besitzt oder vielleicht noch nicht mal kennt. und andere Grafikumgebungen gibt es sehr weniger, welche man eigentlich (noch) nicht ernstnehmen kann...

auch umgekehrt gibt es dinge die DX nicht besitzt, aber das sind meist CAD oder sonstige Arbeitsbedingte Eigenschaften, die ein gutes Game nunmal nicht braucht...
 

Gaby Salvisberg

Redaktion PCtipp
Teammitglied
Wo ist die Quelle dieser Nachricht (Damit meine ich den Artikel, wo behaupted wird, F-Secure schmeisse den Mac-Support in die Pfanne)? F-Secure bietet Schutzsoftware fuer Windows-Rechner und Symbian-Phones an. Mir ist kein Apple-Produkt der Firma F-Secure bekannt.

... und für Linux. Aber sie bieten tatsächlich kein Produkt für Mac an (zumindest finde ich im Moment keins von F-Secure), aber sie beobachten die Mac-Malware-Szene schon auch. Ich gehe davon aus, dass als Quelle dieser F-Secure-Weblog-Eintrag diente:
http://www.f-secure.com/weblog/archives/00001388.html

Gaby
 

Adriano

Stammgast
Das grosse Problem softwareseitig ist, dass alle auf DirectX setzen und dies von Microsoft nicht freigegeben wird. Der Grund hierfür ist, dass halt DirectX unter Windows Standard ist. Genau wie halt etwa Core und Quartz unter OS X Standard sind.

Das stimmt nicht ganz. In unsere Firma wurde damals das ganze DX8 für ein anderes Betriebssystem geschrieben.
Das Problem bei DX liegt nicht bei Microsoft! DX ist sehr Hardwarespezifisch, und NVidia so wie ATI geben die Hardware-Daten (Register und so weiter) nicht frei.
DX steuert die Grafikkarte, nicht das Betriebssystem!

Was genau ist den nun das Problem? Du kannst doch locker ein C++ Programm schreiben wie unter Visual C++ ...
Das ist das Problem, das kannst eben nicht! Warum werden die Programme immer mit Visual Studio programmiert und dann auf anderen OS portiert? Weil Microsoft ein Komfort bietet, der keiner bieten kann... Eclipse vielleicht, aber auch dort sind wir weit weit weg vom VS Debugger!
 

FloHoCH

Stammgast
Sag das jemandem, der den Mac einfach hat, weil er ihn hat und sich nicht intensiv mit Computerlogik auseinandersetzt, sprich ein normaler user, ohne allzu viel mehrwissen, wird da nicht von selbst draufkommen...

Das ist aber bei einem Windows User dieser Klasse nicht anders ;)

Wegen Software-Thematik:
http://www.freemacware.com/ - Eine riesen Auswahl an Software und grösstenteils kostenlos! Gerne poste ich noch weitere Links, aber ich denke nicht, dass das notwendig sein wird :)

Ich kann mir vorstellen, dass der Apple-Support über die Viren bzw. Trojaner für Apple nicht umfassend informiert ist (ich habe es nie getestet). Ganz allgemein gesehen könnte sich aber so mancher andere Support ein Beispiel an Apple nehmen!
 

thom45

Stammgast
Elektronische Schaltungstechnik...

Das ist aber bei einem Windows User dieser Klasse nicht anders ;)

Wegen Software-Thematik:
http://www.freemacware.com/ - Eine riesen Auswahl an Software und grösstenteils kostenlos! Gerne poste ich noch weitere Links, aber ich denke nicht, dass das notwendig sein wird :)

Irrtum, sprach der Igel, und stieg vom Kaktus. Was ich unter Mac (OSX) bis heute suche, sind Public-Domain/Freeware-Pools mit Elektronikprogrammen im Bereich der Schaltungstechnik. Ich habe den Eindruck, dass dieses im Grunde riesengrosse Fachgebiet in der Macwelt eher schlecht vertreten ist. Aber vielleicht irre ich mich auch...

Gruss
Thomas
 

gentux

Stammgast
Eine Beleidigung??? Naja tut mir leid wer das persönlich nimmt, aber im Gegensatz zum angesprochenen Beispiel kann jeder Mensch sein Informatikverständnis selber erweitern.

Nur weil sich einige Menschen nicht dafür interessieren sind sie keineswegs schlechtere Menschen, es geht nur darum wer sich informiert hat. Und meine Erfahrung zeigt, dass viele Windows-Benutzer genau wie Mac-User kein Verständnis für Sicherheit haben wobei Linux-Anwender sich naturgemäss sich weit mehr über die Thematik informieren. Denn wer mal Linux installiert und anwendet bekommt da auch viel mehr mit.

Ist es denn eine Beleidigung wenn jemand irgend ein Diplom nicht erhält? Wohl kaum.
 

Adriano

Stammgast
Meine kritik ging um das wort benutzerklassen, bezw. klassendenken.

ich bin informatiker (mit zettel), aber ich weigere mich schlicht und einfach, im 21. jahrhundert mit schwarzen befehlszeilenprompts und kryptischen befehlen mit noch kryptischeren optionen, die nicht vollstaendig dokumentiert sind, zu hantieren. dazu fehlt die zeit.
viele mac anwender haben diplome oder akademische titel im bereich visueller medien. ich vermute, deren zeit ist genauso kostbar, dass sie nicht noch die innereien ihres compi-werkzeuges lernen koennen.

die sicherheits-offiziere (inkl. IT diplom und jaehrlich zu erneuerndes zertifikat) die ich kenne, benutzen das bekannte produkt aus redmont, wa, taeglich. die sagen mir auch, dass die bekannten und beliebten produkte mit dem pinguin als maskottchen im ausgelieferten zustand genauso unsicher sind wie andere.

es gibt firmen, die auf die linux platform inkl open source umgesattelt haben, um kosten zu sparen. im nachhinein war es dann teurer. bei anderen gab es einen spar-effekt. alle sagen, dass die support-kosten in etwa gleich sind.

Gut erklärt!
 
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