Win10: Backup meckert, weil Ordner «Camera Roll» fehlt. Holen Sie ihn zurück.

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edger

Stammgast
Ich rate dringendst davon ab, dies Backup zu verwenden. Ich habe es lange benutzt, bis ich es eines Tages gebraucht hätte. Ich hatte meine Systemdisk zerschossen und konnte nicht mehr booten. Da ich regelmäßig Backups angelegt hatte war das nicht so tragisch und ich holte das letzte System-Image zurück. Das hat aber nicht funktioniert denn nach dem zurück kopieren war die Disk nicht bootbar. Ich kopierte auch zwei ältere Images zurück, auch von einem Klon der Backupdisk, aber es half alles nichts.
Das einzige das letztlich geholfen hat war ein Backup das ich auf einer separaten Festplatte nach der Ersteinrichtung erstellt hatte. Das System konnte nun wieder gebootet werden, aber mit einem Stand vor vier Jahren! Also gut 2 Tage arbeit um alle Programme auf den aktuellen Stand zu bringen. Die Benutzerdaten konnte ich allerdings problemlos aus dem letzten Backup zurück holen.
Daraufhin machte ich bei Microsoft eine Anfrage, da ich wissen wollte was ich falsch mache (kann man das?), damit mir das nicht nochmals passiert. Hier die Antwort von Microsoft (vom 5. September 2019):
  1. Microsoft selbst empfiehlt, für Backup die Tools von Drittanbietern zu verwenden, da das eigene Backup ziemlich unzuverlässig ist.
  2. Die Weiterentwicklung von Windows Backup ist eingestellt und in der letzten Windows 10 -Version 1903 gibt es nur eine Möglichkeit, die alten Abbilder wiederherzustellen und keine neuen erstellen. Demnächst wird das Tool aus MS-Produkten komplett verschwinden.
  3. Zu guter Letzt: Der Support für Windows 7 endet am 14. Januar 2020
Ich verwende seither die kostenlose Version von AOMEI, habe jedoch noch keinen vollen Restore gemacht. Da ich mit einem Laptop arbeite kann ich nicht eben mal schnell die Disk auswechseln.

Edwin
 

Gaby Salvisberg

Redaktion PCtipp
Teammitglied
Hallo Edwin
Ich verstehe deinen Einwand hier nicht ganz. Kann es sein, dass du etwas verwechselst:
Ich rate dringendst davon ab, dies Backup zu verwenden.
Das Tool Dateiversionsverlauf aus Einstellungen/Update & Sicherheit/Sicherung ist doch eine reine Datensicherung. Das erstellt kein Abbild. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Microsoft den Dateiversionsverlauf abschaffen will.

Herzliche Grüsse
Gaby
 

Jürgen N.

Stammgast
Es stellt sich für Otto Normalverbraucher die Frage:
worin besteht der Unterschied zwischen
Sichern / Mit Dateiversionsverlauf sichern
und
Systemsteuerung -> Sichern und Wiederherstellen (mach ich schon immer monatlich)
??
2x Sichern aber unterschiedlich?
 

Gaby Salvisberg

Redaktion PCtipp
Teammitglied
Hoi Jürgen N.
Das sind verschiedene Konzepte. Dateiversionsverlauf dient dem fortlaufenden Sichern von Dateien (Dokumente, Bilder usw.). Das ist das, was einem am meisten fehlen würde, wenn einem die Festplatte kaputtginge. Ein Programm oder das Windows-Betriebssystem selbst kann man zur Not wieder herunterladen und auf eine neue Festplatte installieren. Ein verlorenes Bild oder Dokument wäre hingegen ohne ein Backup dauerhaft verloren. Hierfür sollte man aber unter Windows 10 wirklich den Dateiversionsverlauf aus Start/Einstellungen/Update & Sicherheit/Sicherung verwenden (siehe auch
).

Das mit dem "Sichern und Wiederherstellen", das man auch in der Windows-10-Systemsteuerung noch findet, ist ein Überbleibsel von Windows 7. Das dient primär dazu, Systemabbilder zu erzeugen. Diese wiederherzustellen ist offenbar nicht sehr zuverlässig.

Herzliche Grüsse
Gaby
 

edger

Stammgast
Hallo Edwin
Ich verstehe deinen Einwand hier nicht ganz. Kann es sein, dass du etwas verwechselst:

Das Tool Dateiversionsverlauf aus Einstellungen/Update & Sicherheit/Sicherung ist doch eine reine Datensicherung. Das erstellt kein Abbild. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Microsoft den Dateiversionsverlauf abschaffen will.

Die Beschreibung betrifft das Backuptool und nicht auf den Dateiversionsverlauf. Letzterer hat wohl kaum Funktionen wie 'Jetzt sichern' oder 'Sicherungsergebnisse überprüfen'.
Ich habe den Dateiversionsverlauf allerdings noch nie benutzt, denn der ist auf einem Notebook nur bedingt praktikabel.

Dateiversionsverlauf dient dem fortlaufenden Sichern von Dateien (Dokumente, Bilder usw.). Das ist das, was einem am meisten fehlen würde, wenn einem die Festplatte kaputtginge.

Das bedingt aber, dass die Dateien auf einer anderen Disk - intern oder extern - gesichert werden. Da die wenigsten Notebooks über eine zweite Disk verfügen, hilft der Dateiversionsverlauf nur zum zurückholen verkorkster Dateien (funktioniert es überhaupt auf die gleiche Disk?) oder aber es muss permanent eine externe Disk angeschlossen sein.

Ein Programm oder das Windows-Betriebssystem selbst kann man zur Not wieder herunterladen und auf eine neue Festplatte installieren.

Das ist schon richtig, kann aber durchaus viele Stunden kosten.

Edwin
 
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